Kritik 1 - Publizieren November 2007
Tod durch Diätsüßstoff? (Fitness Life 2007 Nov 33:31-33)
Abby Cormack, eine junge Frau aus Wellington, machte vor einiger Zeit Schlagzeilen, weil ihr Arzt ihre ernsthaften Symptome dem Konsum des künstlichen Süßstoffs Aspartam zugeschrieben hatte. Sie bat mich in einer E-Mail um Hilfe und da ich bereits hunderte ähnlicher Klagen gesehen hatte (1), bot ich ihr gern meine Unterstützung an. Aspartam enthält Methanol (5, 14, 48). Methanol ist ein gefährliches Gift. Unter anderem ist es dafür bekannt, dass es die Isolierung der Nervenzellen zerstören kann (18, 53) und damit ähnliche Symptome wie Multiple Sklerose (MS) hervorruft (2). In der Tat veröffentlichte der Schweizer Arzt Dr. Hugo Henzi in der deutschen Literatur nachvollziehbare Argumente für die Annahme, dass natürlich vorkommendes Methanol die Ursache für Multiple Sklerose sei (5, 6, 8, 9, 10). Mein Name ist Dr. Woodrow Monte. Als Professor der Arizona State University habe ich 26 Jahre der Forschung und Lehre zur Zusammensetzung und Sicherheit von Nahrungsmitteln gewidmet. Seit 25 Jahren habe ich ernsthafte Bedenken zu den Folgen von Aspartamkonsum. Meinen ersten Antrag zum Verbot von Aspartam in Nahrungsmitteln habe ich 1983 der US Food and Drug Administration vorgelegt (39). Diese 287 Seiten umfassende Petition enthielt eine weit reichende Dokumentation der veröffentlichten Forschungen zu diesem Thema. Sie wurde ohne Erklärung abgelehnt. 1984 warnte ich in meinem ersten wissenschaftlichen Artikel vor der Bildung von Methanol nach der Aufnahme von Aspartam (1). Aspartam – ein politisches Thema Getränkeindustrie in Neuseeland Methanol – ein trojanisches Pferd: Beschädigte Proteinmoleküle werden vom Immunsystem nicht toleriert. Weiße Blutzellen (Makrophagen) verfügen über spezielle Rezeptoren für Formaldehyd-modifizierte Proteine (23, 24). Makrophagen finden diese Proteine und zerstören sie 100x schneller als unveränderte Eiweiße (25). Bei der Gehirnobduktion von verstorbenen MS-Patienten konnten Makrophagen in den beschädigten Hirnarealen gefunden werden (42, 44). Allerdings wurde der Effekt von Formaldehyd auf menschliche Proteine (z.B. aufgrund einer Methanolvergiftung) noch nicht im Zusammenhang mit der Ausbildung von Autoimmunität untersucht. Pharmafirmen nutzen die Behandlung von viralen Proteinen mit Formaldehyd zur Herstellung von Impfstoffen (26). Die Antikörperproduktion wird auf diese Weise deutlich erhöht. Methanol aus Aspartam: Eine offene Frage: Natürlicherweise kommt Methanol nur in Nahrungsmitteln vor, die Pektin enthalten (33), eine Art Klebstoff, die Pflanzen zusammenhält. Frisches Obst und Gemüse enthält demnach geringe Mengen Methanol (28, 29). Allerdings ist deren Verzehr absolut unbedenklich, weil während der Verdauungsprozesse im Darm natürlicherweise eine Substanz produziert wird, die die Umwandlung von Methanol zu Formaldehyd unterbindet (35, 36). Außerdem ist das Methanol glücklicherweise so fest an Pektin gebunden (36), dass es nur unter bestimmten Bedingungen freigesetzt wird, z.B. während der Verdauung (35) oder bei hohen Temperaturen während der Nahrungsmittelkonservierung (1, 28, 29, 34). Selbst unter diesen Bedingungen wird nur ein geringer Anteil des Methanols aus dem Pektin freigesetzt (35, 36). Methanol in Nahrungsmitteln – zweiter Versuch Diese Daten wurden herangezogen, um die Sicherheit des Methanolkonsums zu unterstützen. Dementsprechend wurde Methanol weiterhin in der Nahrungsmittelindustrie und Pharmazie eingesetzt, um Aromastoffe und patentierte Medizin zu produzieren. Doch schon bald nachdem die ersten Flaschen der Methanol-geladenen Extrakte auf dem Markt waren, erkrankten viele Menschen schwer (17). In der wissenschaftlichen Gemeinschaft wurden die Leidensgeschichten von Blindheit und Tod als Anekdoten gehandelt. Eine Verbindung zu Methanol schien unvorstellbar, da es so ausgiebig getestet wurde (17). Als sich allerdings die Sehverlust- (37) und Todesfälle (16) häuften, vermuteten die Experten eine Art Verunreinigung als Ursache. Sie waren weiterhin der Meinung, dass an Methanol an sich nichts auszusetzen sei (17, 30). Tausende Menschen starben, bevor die wissenschaftliche Gemeinschaft herausfand, dass Tiere und Menschen Methanol nicht in gleicher Weise verstoffwechseln (52). Schließlich lernten die Wissenschaftler, dass die Giftigkeit von Methanol auf ein Leberenzym zurückzuführen ist, über das Tiere verfügen, Menschen dagegen nicht (52). Während Tiere Methanol ohne Schäden konsumieren können, reichen unter Umständen 2 Teelöffel Methanol aus, um einen Menschen zu töten (16). Fortan wurde Methanol in Nahrungsmitteln verboten. Verpackungen von Methanol tragen seitdem Etiketten mit dem Totenkopf, dem universellen Symbol für Gift.(49)
Ist Aspartam wirklich sicher ? Wenn damals Formaldehyd als Ursache für die Symptome und den Tod nach einer Methanolvergiftung nachgewiesen worden wäre (eine Meinung, die zu der Zeit von der wissenschaftlichen Gemeinschaft vertreten wurde (21, 30), hätte die Unmöglichkeit, Formaldehyd nachzuweisen, schnell alle Hoffnungen auf eine Zulassung von Aspartam begraben. Mit Millionen von Dollar wurden viele wissenschaftliche Artikel erkauft, von denen nur einige darauf hinwiesen, dass die Forschungen im Auftrag der Aspartamhersteller durchgeführt wurden (39). Diese “Forschungen” sind nun für immer in der wissenschaftlichen Literatur verankert und Wissenschaftler, die von den Großunternehmen bezahlt wurden, gelten heute als “Experten” in Fragen zur Methanolsicherheit. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass Forschungen, die nicht von den Herstellern von Aspartam finanziert wurden, zu anderen Schlussfolgerungen kamen. Zum Beispiel hat vor 10 Jahren ein spanisches Labor gezeigt, dass Aspartam zweifellos in Formaldehyd umgewandelt wird (7, 40). Da nicht alle Lebewesen gleichermaßen ein Enzym zum Abbau von Methanol produzieren, können die Ergebnisse aus Tierversuchen mit Aspartam nicht einfach auf den Menschen übertragen werden. Wir Menschen sind seit 27 Jahren Versuchsobjekte des Experiments zur Aspartamsicherheit. Die Schäden, die Methanol verursachen kann, gelangen durch Aspartamkonsumenten wie Abby Cormack an die Öffentlichkeit. Das Thema ist sehr komplex, aber ein Ausweg ist einfach: Glücklicherweise sind andere künstliche Süßstoffe verfügbar, die kein Gift enthalten. Es macht Sinn, Aspartam von unseren Schulen fernzuhalten.
Dr. Woodrow Monte
Litaturliste
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